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Montag, 28. Juli 2014

Weitsicht.



Ich atme tief durch, dann nehme ich die Decke aus der Tasche und breite sie auf der Wiese aus. Es ist der erste Abend seit Monaten, an dem ich mir freinehme und an nichts Böses denken will. Es ist warm, aber nicht heiß und von dieser Stelle kann man den Blick kilometerweit schweifen lassen. Die Welt fühlt sich weiter, größer, ruhiger an als unten in der Stadt. Hier oben war ich noch nie und das macht es leichter, sich vorzustellen man sei im Urlaub.

Keine zwei Sekunden nachdem ich mich auf der Decke niedergelassen habe fällt mir der erste Regentropfen auf die Nase. War ja klar. "Hört bestimmt gleich auf", sagt er, "Ich glaub die Wolken ziehen weg". Also für mich sehen die nicht aus als hätten sie vor irgendwo hinzuziehen.

An und für sich beschreibt diese Szene die letzten paar Monate ganz gut: Kaum hat man mal durchgeatmet und sich hingesetzt, wirft Petrus einem das nächste Problem vor die Füße. Der Regen ist in diesem Fall eine Metapher für die (Uni-) Bürokratie. Die knallen einem aber eher "Geht nicht", "Können wir Ihnen nicht helfen", "Kollegin ist krank" oder gar "Das ist Ihr Problem" vor die Füße. Denkste. Aber genau wie der Regenschauer über meinem Picknick scheint auch dieses Kapitel fürs Erste überstanden. Hoffentlich. 










Dienstag, 19. November 2013

Willkommen im Käsehimmel | Rezept für Tartiflette

Hey Ho!
Ich melde mich zurück mit etwas, dass das Internet sehr mag und zwar Unmengen von KÄSE!

Disclaimer: Entgegen aller Trends der Bloggosphäre ist dieses Rezept weder gesund noch vegetarisch (auch wenn ihr es ganz leicht vegetarisch machen könnt). Es enthält verdammt viele Kohlehydrate und "clean" ist es bestimmt auch nicht. Trotzdem ist es mein liebstes Herbstrezept. Menschen die mit strengem Käse nichts anfangen können, möchte ich dieses Rezept ebenfalls nicht ans Herz legen.

Ich habe Tartiflette zum ersten mal auf dem Weihnachtsmarkt in Metz gegessen und war von all der Käsigkeit tief beeindruckt. Mein Französisch war aber so schlecht, das ich mir den Namen nur ganz vage merken konnte und es anschließend nicht geschafft habe das Ganze zu googlen. Stattdessen habe ich meiner Mama tagelang davon vorgeschwärmt und es dann erstmal für ein paar Monate verdrängt. Wiedergefunden hat Mama es dann über eine Arbeitskollegin und seitdem ist mein Leben viel toller und käsiger.

Ihr braucht (für zwei bis drei Personen):

Ein Topf voll Kartoffeln. Spannend.
  • Kartoffeln 
  • 1-1,5 Zwiebeln
  • 200 - 250g Reblochon oder Tartiflette-Käse, Châumes tut es aber auch super und den gibt es in den meisten Supermärkten mit einer Käsetheke
  • eine Packung Speckwürfel (oder auch nicht)
  • Créme Fraiche
  • etwas Butter
  • etwas Weißwein, wenn ihr möchtet
  • Salz und Pfeffer 

1. Die Kartoffeln etwa 20 Minuten vorkochen.

2. Die kleingeschnittenen Zwiebeln und den Speck in einer Pfanne kurz anbraten und dann etwas Butter und die ebenfalls kleingeschittenenen Kartoffeln dazu

Zwiebeln und Speck. Nicht gerade ein Ernährungstrend.
3. alles eine Weile anbraten lassen bis die Kartoffel goldbraun sind (meine Zeitangaben sind nicht besonders präzise, ich weiß)

... brutzel ...

4. Das ganze mit etwas Weißwein ablöschen (optional) und mit Salz und Pfeffer würzen.

5. Die Créme Fraiche unterheben


6. Den Käse flach hinlegen und horizontal durchschneiden 


Makrokäse.
 7. Das ganz in eine Auflaufform füllen und den Käse mit der Rinde nach unten auf die Masse legen


8. Deckel drauf oder Alufolie drüber...

9. ...und für 20 Minuten bei 180°C in den Ofen

10. Nach 20 Minuten den Deckel runternehmen, das ganze einmal gut durchrühren und nochmal für 15 bis 20 Minuten in den Ofen schieben.